Angst und Veränderung

Angst gehört zu unserem Leben. Wir können Angst vor Verlust haben, vor Entscheidungen, vor Nähe oder Trennung, vor Krankheit, vor dem Älterwerden, vor beruflichen Veränderungen oder davor, einen vertrauten Weg zu verlassen.

Manchmal ist die Angst sehr konkret. Manchmal ist nur eine innere Unruhe da und wir können zunächst gar nicht genau sagen, wovor wir uns eigentlich fürchten. Besonders dann, wenn wir etwas nicht kontrollieren können, kann Angst entstehen.

Was möchte mir meine Angst zeigen?

In meiner Arbeit interessiert mich deshalb nicht nur die Frage, wie man Angst loswerden kann. Mich interessiert auch, wann sie entsteht, was sie in einem Menschen berührt und was möglicherweise festgehalten oder kontrolliert werden soll. Und manchmal darf auch die Frage gestellt werden, ob hinter der Angst etwas liegt, das sich verändern möchte.

Das bedeutet nicht, Angst kleinzureden. Ängste können sehr belastend sein und ernsthafte psychische Erkrankungen benötigen eine entsprechende fachliche Behandlung. In der persönlichen Arbeit und in meinen Seminaren können wir uns individuellen Ängsten jedoch aus einer weiteren Perspektive nähern.

Das Ziel ist nicht, nie wieder Angst zu empfinden. Vielmehr kann es darum gehen, nicht zusätzlich Angst vor der eigenen Angst entwickeln zu müssen. Manchmal kann Angst neben ihrer belastenden Seite auch als Hinweis verstanden werden: Hier ist etwas, das angeschaut werden möchte. Und daraus kann Veränderung entstehen.

Wenn Unsicherheit vor allem im Kontakt mit anderen Menschen entsteht, finden Sie mehr dazu unter Soziale Ängste.

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