Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Urvertrauen

Selbstbewusstsein bedeutet für mich zunächst etwas sehr Ursprüngliches: sich seiner selbst bewusst zu werden.

Wer bin ich? Was fühle ich? Was gehört wirklich zu mir? Und welche Verhaltensweisen habe ich im Laufe meines Lebens übernommen, obwohl sie mir heute vielleicht nicht mehr entsprechen?

In meiner Arbeit geht es darum, sich selbst immer besser beobachten und kennenlernen zu können. Dabei können Verhaltensmuster sichtbar werden, unter denen wir selbst leiden oder die unser Miteinander mit anderen Menschen beeinflussen.

Was habe ich übernommen und was gehört zu mir?

Viele unserer Verhaltensweisen entstehen nicht erst im Erwachsenenalter. Manche wurden uns in unserer Familie vorgelebt, von unseren Eltern, Großeltern oder anderen Menschen, die uns geprägt haben.

Durch Gespräche, Übungen und Aufstellungsarbeit können solche Zusammenhänge sichtbar werden. Dabei geht es nicht darum, die eigene Familie oder Vergangenheit abzulehnen. Im Gegenteil: Wir dürfen anerkennen, woher wir kommen, und gleichzeitig entscheiden, was wir in unserem eigenen Leben weiterführen möchten.

Und manchmal entsteht genau an dieser Stelle eine wichtige Frage: Darf ich anders sein? Ich darf mir selbst die Erlaubnis geben, meinen eigenen Weg zu gehen, ohne das Vergangene abwerten zu müssen.

Sich selbst vertrauen

Selbstvertrauen bedeutet für mich, sich selbst zu vertrauen. Eigene Entscheidungen zu treffen. Eigene Wahrheiten zu entdecken. Eine eigene Identität zu entwickeln und den Mut zu haben, danach zu leben. Dazu gehört auch das Urvertrauen in sich selbst.

Immer wieder können wir uns fragen:

  • Bin ich mir selbst treu?
  • Kann ich mich und meine Bedürfnisse wahrnehmen?
  • Lebe ich ein Leben, das für mich Sinn ergibt?
  • Kann ich erkennen, was mir guttut und was mir schadet?

Diese Fragen gehören zur Basis meiner Arbeit. Nicht im Vergleich mit anderen Menschen und nicht nach den Maßstäben der Welt, sondern ausgehend von dem eigenen inneren Erleben.

Denn manchmal beginnt Veränderung nicht damit, etwas Neues zu werden, sondern damit, wieder wahrzunehmen, wer man eigentlich ist.

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