Jin Shin Jyutsu, Gesundheit und Organaufstellungen

Unser Körper begleitet uns ein Leben lang und manchmal macht er sehr deutlich auf sich aufmerksam. Der Magen reagiert, der Kopf schmerzt, uns wird übel oder wir spüren plötzlich eine Anspannung, für die wir zunächst keine Erklärung haben.

Auch unsere Sprache verbindet körperliches Erleben erstaunlich häufig mit Gefühlen und Lebenssituationen: Etwas „schlägt uns auf den Magen“, uns „läuft eine Laus über die Leber“ oder wir „machen uns vor Schreck in die Hose“.

Für mich sind solche Redewendungen interessant, weil sie zeigen, wie selbstverständlich Menschen seit jeher Körper, Gefühle und Erleben miteinander in Verbindung bringen. In meiner Arbeit beschäftige ich mich deshalb auch mit der Frage: Wie nehme ich meinen eigenen Körper wahr und welche Bedeutung gebe ich seinen Signalen?

Jin Shin Jyutsu

Ein Teil meiner Arbeit ist Jin Shin Jyutsu, kurz JSJ. Dabei handelt es sich um eine aus Japan stammende Methode, bei der bestimmte Bereiche des Körpers sanft mit den Händen gehalten werden.

In meiner Ausbildung habe ich mich intensiv mit den unterschiedlichen Organen und ihren Zuordnungen innerhalb des Jin Shin Jyutsu beschäftigt. Daraus ist für mich über die Jahre eine weitere Möglichkeit entstanden, mich mit dem eigenen Körper und seinem Erleben auseinanderzusetzen.

Neben JSJ-Behandlungen können deshalb auch Gespräche über die persönliche Wahrnehmung des Körpers und die Bedeutung einzelner Organe innerhalb dieses Ansatzes Teil meiner Arbeit sein.

Was ist eine Organaufstellung?

Aus meiner Beschäftigung und Ausbildung im Jin Shin Jyutsu ist meine Arbeit mit Organaufstellungen entstanden. Dabei werden die Organe ähnlich wie bei einer anderen Aufstellungsarbeit im Raum dargestellt. Wir können betrachten, wie sie zueinander stehen: Welche erscheinen miteinander verbunden? Wo entsteht ein harmonisches Bild? Wo wirkt etwas weit entfernt oder wenig integriert?

Dabei geht es nicht darum, aus einer Aufstellung den medizinischen Zustand eines Organs abzulesen oder eine Diagnose zu stellen. Eine Organaufstellung ist für mich vielmehr eine Form der inneren und symbolischen Arbeit mit der eigenen Wahrnehmung über die Organe des Körpers. In dieser Aufstellung sprechen die Organe miteinander und es geht um Harmonisierung und Heilung.

Besonders interessant kann dabei auch ein Organ sein, das operativ entfernt wurde. Körperlich ist es nicht mehr vorhanden, dennoch kann es in der persönlichen Wahrnehmung, der eigenen Krankheitsgeschichte oder im Erleben des Körpers weiterhin eine Bedeutung haben. In der Aufstellungsarbeit darf auch dieser Aspekt einen Platz bekommen.

„So sagte eine Gallenblase in einer Aufstellung einmal zu allen anderen Organen: Es gibt mich noch, nur auf einer anderen Ebene. Nach dieser Äußerung entspannten sich alle Organe in der Aufstellung. Und auch der Besitzer der Organe, das Original, der Mensch, der sich seine Aufstellung anschaute, wirkte sichtlich erleichtert und holte tief Luft.“

Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde, dass es wirklich eine Freude sein kann und oft auch Heilung oder Linderung bedeutet. Ich habe es schon häufig erleben dürfen. Nur ersetzt dies natürlich keine Ärztin, keinen Arzt und keine medizinische Betreuung.

Mit dem eigenen Körper in Kontakt kommen

Ich finde den Gedanken schön, die eigenen Organe nicht ausschließlich dann wahrzunehmen, wenn sie Beschwerden machen.

Wie fühlt es sich an, sich bewusst mit dem eigenen Körper zu beschäftigen? Was verbinde ich persönlich mit meinem Magen, meiner Leber, meiner Blase oder meinem Herzen? Welche Erfahrungen habe ich mit meinem Körper gemacht?

Manchmal entstehen dabei auch Fragen wie: Warum „schlägt mir etwas auf den Magen“? Warum reagieren wir bei Angst oder Aufregung körperlich? Was bedeutet es für mich persönlich, wenn mein Körper in bestimmten Situationen besonders deutlich reagiert?

Körperliche Beschwerden können viele unterschiedliche Ursachen haben. Psychische Belastungen und körperliche Reaktionen können sich gegenseitig beeinflussen, gleichzeitig sollte aus einem bestimmten Symptom nicht automatisch auf eine bestimmte seelische Ursache geschlossen werden. Für mich geht es vielmehr darum, neugierig auf den eigenen Körper zu werden und ihn in die persönliche innere Arbeit einzubeziehen.

Meine Organaufstellungen

Ein- bis zweimal im Jahr biete ich in meinen Räumlichkeiten eine Organaufstellung an. Dabei verbinden sich Elemente meiner Aufstellungsarbeit mit meinen Erfahrungen aus dem Jin Shin Jyutsu.

Im Mittelpunkt steht für mich die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers: den einzelnen Organen Aufmerksamkeit zu geben, sie symbolisch miteinander in Beziehung treten zu lassen und zu schauen, welche Gedanken, Empfindungen und persönlichen Zusammenhänge dabei entstehen.

Denn es kann spannend sein, den eigenen Körper nicht nur verstehen zu wollen, sondern ihn auch wieder bewusster wahrzunehmen. Es macht Freude, den eigenen Körper und seine Organe auf eine ganz neue Weise kennenzulernen.

Jin Shin Jyutsu und Organaufstellungen sind ergänzende Angebote meiner Arbeit. Sie ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder notwendige medizinische bzw. psychotherapeutische Behandlung.

Meine Angebote

im Überblick


Newsletter

auf dem Laufenden bleiben


Etwa vier Mal im Jahr schicke ich eine Übersicht der kommenden Termine.

Anmeldung mit Bestätigungslink, Abmeldung jederzeit über den Link in jeder Mail.