Tod, Leben, Kraft und Sein

Tod und Leben gehören zusammen. Trotzdem fällt es uns häufig leichter, über das Leben zu sprechen als über den Tod. In meiner Arbeit darf beides einen Platz haben.

Tod, Abschied, Endlichkeit, Leben, Kraft und die Frage nach dem eigenen Sein sind Themen, die in Gesprächen und Seminaren ausgesprochen und, wenn es passend ist, auch in einer Aufstellung betrachtet werden können.

Wo steht mein Leben?

Eine Frage, mit der ich gerne arbeite, lautet: Wo steht eigentlich mein Leben? Ist mein Leben wirklich bei mir? Oder gehört meine ganze Kraft inzwischen meiner Arbeit, meiner Familie, einem Unternehmen, einem Hof, meinen Verpflichtungen oder den Erwartungen anderer Menschen?

Gerade Menschen, die viel Verantwortung tragen, können irgendwann feststellen, dass für das eigene Leben nur noch wenig Raum geblieben ist. In der Aufstellungsarbeit kann diese Frage sichtbar gemacht werden. Was beansprucht meine Kraft? Wem oder was fühle ich mich verpflichtet? Was davon möchte ich weiterhin tragen und was darf sich verändern?

Mein Leben gehört mir

Auch familiäre Bindungen können dabei eine Rolle spielen. Manchmal übernehmen Menschen Aufgaben, Erwartungen oder Verantwortlichkeiten, die bereits lange Teil einer Familiengeschichte sind. Eine Familienaufstellung kann eine Möglichkeit sein, solche Zusammenhänge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Dabei gibt es für mich nicht einfach richtig oder falsch. Es geht um das eigene Leben und darum, eine bewusste Entscheidung treffen zu können: Was möchte ich daraus machen?

Mein Leben darf zu mir gehören.

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